Versuch einer Orientierung in der aktuellen Debatte zwischen Kulturschaffenden, KĂŒnstler*innen und Kulturpolitik in Österreich. Dieser Text wurde als “Kommentar der Anderen” fĂŒr “Der Standard” geschrieben. Dies hier ist eine erheblich erweiterte Arbeitsfassung, die fortlaufend um Daten, Materialien, Querverweise und Links erweitert wird. Diese Erweiterungen sind eingerĂŒckt und kursiv gesetzt.  

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In einigen Monaten, nach dem Sommer, wenn Kulturpolitiker und Kulturschaffende sich auf alltagstaugliche Regelungen verstĂ€ndigt haben werden um am Theater zu proben, wenn Konzerte in angepassten RĂ€umen wieder stattfinden, Filmproduktionen erneut anlaufen und auch Autorinnen und Autoren wieder live zu ihrem Publikum sprechen, wird es viele Überraschungen geben. Gute wie böse.

Hier eine EinschĂ€tzung aus dem Economist ĂŒber die voraussichtlichen wirtschaftlichen Folgen der Covid-19 Krise. Die fĂŒr mich wichtigste Aussage sind diese 3 Thesen: “(…)in the long run the firms that survive will have to master a new environment as the crisis and the response to it accelerate three trends: an energising adoption of new technologies, an inevitable retreat from freewheeling global supply chains and a worrying rise in well-connected oligopolies.”

In vielen Aspekten quer durch die Kultur wird dies keine RĂŒckkehr zu vertrauten Gewohnheiten bringen, sondern viele ungewohnte, neue Gangarten. Warum sollte auch der professionell gefĂŒhrte Jazzclub wieder vergessen, was alles gelernt wurde im Krisensommer mit Videostreaming von Auftritten, die ein gezieltes online Marketing ĂŒber direkte Kontakte zum Publikum ermöglichen?

Einige eher willkĂŒrlich ausgewĂ€hlte Beispiele: Solothurner Literaturtage; Forum Stadtpark Graz; Lesungen fĂŒr Zuhause (Österreichische Gesellschaft fĂŒr Literatur + Österreichische Mediathek); Literaturhaus Salzburg; verschiedene Projekte zu Albert Camus: “Die Pest” im Rabenhof sowie auf FM4, und im LiteraturcafĂ©; als Film von 1992 im französischen Original; als Hörbuch zum gratis Download.
FĂŒr deutschsprachige BĂŒhnen liefert die Plattform nachtkritik.de einen umfassenden “digitalen Spielplan” mit Streaming Angeboten der wichtigsten BĂŒhnen.

Im Buchverlag wird man grĂŒbeln, ob all die Corona-TagebĂŒcher und Krisengedichte von verdienten AutorInnen des Hauses nun tatsĂ€chlich auch noch zwischen Buchdeckeln erscheinen mĂŒssen, wenn zurĂŒckgestellte Titel die wirklich neuen Geschichten blockieren.

Die meisten Verlage quer durch Europa haben begonnen, fĂŒr das FrĂŒhjahr 2020 geplante Neuerscheinungen auf den Herbst oder sogar auf 2021 zu verschieben; dasselbe gilt fĂŒr zahllose Film-Releases.

Der Betreiber der Online-Plattform fĂŒr das digitale Storytelling, die kleine Buchhandlung, die bis spĂ€t in die Nacht die Buchpakete aus dem Online-Shop zu den Kunden ĂŒber viele Treppen hinauf ausgeliefert hat, oder der Vertrieb fĂŒr Downloads von HörbĂŒchern, der das oft nervös-kurzatmige Auf und Ab der Nachfrage zu nutzen versucht (z.B. Bookwire oder Readbox), sie alle werden ĂŒberlegen, wie sie die alten und die neuen GeschĂ€ftspraktiken am besten verknĂŒpfen können. Berater schwĂ€rmen dann von ‚hybriden Modellen‘, also digital plus ganz normal. Daraus im Alltag Einnahmen zu erlösen, ist aber kompliziert und erfordert innovative Wege zu beschreiten.

Paradoxerweise waren die UmsĂ€tze im Online-Handel zwischen Januar und MĂ€rz rĂŒcklĂ€ufig oder wuchsen deutlich langsamer als zuvor. Insgesamt lagen die Online-UmsĂ€tze bei BĂŒchern und E-Books im 1. Quartal 2020 um 0,2 Prozent unter jenen des gleichen Zeitraums ein Jahr zuvor! Das rĂŒhrt daher, das von den Online KĂ€ufen im Gefolge von Corona Krise und Lockdown nur einige der ganz großen Online Plattformen (neben Amazon etwa Thalia) sowie einige sehr engagierte kleine HĂ€ndler (darunter kleine Buchhandlungen) profitieren konnten. Viele HĂ€ndler hatten keine entsprechend gut eingefĂŒhrten Online-Shops entwickelt. Amazon stellte bald so genannte “nicht-essentielle” Waren zurĂŒck, was laut Medienberichten zu lĂ€ngeren Lieferfristen etwa bei gedruckten BĂŒchern und anderen physischen Medien-Produkten (z.B. DVDs) fĂŒhrte. In Frankreich musste Amazon sogar seine Auslieferungszentren schließen, weil entsprechende behördliche Auflagen zum Infektionsschutz nicht eingehalten wurden.

Interessanterweise konnten digitale Angebote nur bedingt – und mit bemerkenswerten Ausdifferenzierungen – vom Lockdown profitieren. Millionen Menschen waren mehr oder weniger strikt auf digitale kulturelle Angebote zum Konsum zu Hause angewiesen. Das Verhalten der Konsumenten entsprach dabei nicht immer den Erwartungen der Anbieter. Eine detaillierte Auswertung des Online-Verhaltens fĂŒr Deutschland im Vergleich von Mitte Januar und Mitte MĂ€rz zeigt die grĂ¶ĂŸten ZuwĂ€chse bei “Visits” im Bereich News & Information (+58%) und Social Media (+32%), wĂ€hrend Entertainment (+16%) hinter die Kategorie “Search & Navigation” rutschte. 

“BuchhĂ€ndlerische Plattformen” legten bei der Anzahl von Downloads von Ebooks in Deutschland nach ersten veröffentlichten Zahlen zwar um 45% zu, aber der daraus erzielte Umsatz wuchs deutlich weniger. Ganz offenkundig hatten die Kunden andere Preisvorstellungen als die Anbieter, und bedienten sich vorwiegend bei im Preis reduzierten Angeboten. Aus noch unveröffentlichten Zahlen, die ich einsehen konnte, legten E-Books insgesamt nur eher mĂ€ĂŸig zu, wĂ€hrend wirklich großes Wachstum – nicht ganz ĂŒberraschend – nur bei Hörbuch-Downloads zu verzeichnen sind.

Besonders stark scheinen Bibliothekskunden die digitalen Angebote zu nutzen. Eine Anfrage bei den BĂŒchereien der Stadt Wien ergab fĂŒr MĂ€rz ein spannendes Bild: “Betrachtet man die durchschnittliche Anzahl der Ausleihen in der virtuellen BĂŒcherei, so lag diese im JĂ€nner und Februar bei rund 1800, im MĂ€rz liegt sie bis jetzt bei 2500 und die Tage seitdem die virtuellen Angebote kostenlos zu nutzen sind, brechen alle Rekorde – vorgestern gab es 3470 Entlehnungen, gestern 4925. Es steht zu erwarten, dass sich dieser Trend noch verstĂ€rkt, wir hatten seit Bekanntgabe des kostenlosen Zugangs zur virtuellen BĂŒcherei bis heute in der FrĂŒh ĂŒber 9000 Anfragen nach diesem kostenlosen Zugang und unser Team ist intensiv bemĂŒht, alle diese WĂŒnsche auch zu erfĂŒllen.” (Auswertung der BĂŒchereien Wien zum 2. April, auf meine Anfrage.)

Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass der Boom an digitalen Buch-Downloads nach dem Lockdown Mitte MĂ€rz von kurzer Dauer, und keineswegs nachhaltig gewesen sein könnte. FĂŒr genaue Auswertungen ist es noch zu frĂŒh. Aber Brancheninsider mit genauen Einblicken ins DigitalgeschĂ€ft erwarten zwar langfristige erhebliche Verschiebungen im digitalen Nutzungsverhalten der Konsumenten, allerdings mit hoher KomplexitĂ€t und Beweglichkeit (“VolatilitĂ€t” > Kunden werden sich rasch dran gewöhnen, parallel auf unterschiedlichen Medien, Formaten – also digital wie auch print – ĂŒber unterschiedliche Vertriebs- und GeschĂ€ftsmodelle wie Download/Kauf, Abonnement oder Streaming, jeweils mit hoher Fluktuation, zu konsumieren), so dass es nach der Krise betrĂ€chtliche Anstrengungen brauchen wird, will man dies lĂ€ngerfristig fĂŒr die UmsĂ€tze der verschiedenen Kultursparten auch nutzen können.

Der enorme finanzielle Druck aus allgemeiner Wirtschaftskrise, geschrumpftem verfĂŒgbaren Einkommen der Kunden und oft noch krisenbedingten Schulden und ZahlungsrĂŒckstĂ€nden wird eine zornige Peitsche schwingen, statt spielerisch zu Innovationen zu inspirieren.

UmsatzeinbrĂŒche sind im deutschsprachigen Buchhandel ab Mitte MĂ€rz zu verzeichnen wegen der Schließung unter anderem auch von Kinos, Medienhandlungen, Buchhandlungen etc. In Deutschland ist der Umsatz mit BĂŒchern zwischen der Kalenderwoche 7 (also vor Beginn der Krise) bis 17 (als Buchhandlungen ĂŒberwiegend wieder öffnen durften) um -14,4 Prozent geschrumpft. (Belletristik -14,4%, Kinder- und Jugendbuch -4%, Sachbuch -20% – Quelle: Media Control) In Österreich gingen im stationĂ€ren Buchhandel im MĂ€rz 2020 gegenĂŒber MĂ€rz 2019 um -41,4% zurĂŒck.

 Musikerinnen und Schriftsteller, Filmschaffende und Kabarettisten, Schauspielerinnen, freischaffende KunstpĂ€dagoginnen werden ĂŒber Monate auf Zoom, Skype, Facebook und Instagram gelesen und gespielt, angeregt und unterhalten haben, allerdings ohne dafĂŒr Einnahmen zu erzielen. Denn es gibt derzeit keine tauglichen Plattformen, keinen Vertriebskanal und keine Informationsdienste, wo ich als interessierter Kulturkonsument fĂŒr eine Lesung, ein Konzert oder ein Bildungsangebot online mit ein paar Klicks, hier 5 Euro fĂŒr einen Stream, dort 10 Euro fĂŒr ein Seminar oder bei einem Goodwill Programm einen Betrag meiner Wahl bezahlen könnte.

So ganz stimmt dies im ĂŒbrigen nicht. Modelle existieren. Aber ihre PrĂ€senz bei den Konsumenten ist sehr begrenzt.

FĂŒr Kinofilme gibt es erste ordentlich funktionierende Zahl-Angebote. (Z.B. Kino VOD Club oder Flimmit) Beim VODClub kann ich sogar aus einem Verbund kleiner Kinos entscheiden, wie ich gezielt meinem Stammkino eeinen Anteil aus meiner Zahlung zugutekommen lasse. Es gibt auch von der Stange Online-Shops mit „Pay-as-you-wish“ Funktion, die ich in mein Blog einbauen kann. Und Crowd-Funding, also Vorfinanzierung durch Online-Kampagnen in der Community, ist in der Generation unter 30 lĂ€ngst gebrĂ€uchlich.

Die großen Konzerne lernen aus der Krise oftmals rascher, weil sie in Innovationen investieren können. Netflix, zunehmend ein Konkurrent zu allen andren ErzĂ€hlmedien, ob Kino, Buch oder Spiele, hat zuletzt deutlich mehr neue Abonnenten gewinnen können als in seinen PlĂ€nen prognostiziert.

Dabei geht es weniger darum, das eine Medium durch das andere zu ersetzen. Die Konsumenten passen sich erstaunlich flexibel an unterschiedliche Angebote an und wechseln vom gedruckten zum Hörbuch, zum Abrufen eines Films per Streaming, aber dann doch zum unvermittelten, emotionalen Besuch des Festivals, egal ob in Salzburg oder am Frequency. Home office und Video Conferencing werden nicht den BĂŒroalltag mitsamt Kantine und Tratsch ersetzen, sondern neue gemischte Modelle werden rasch zum Arbeitsallta in den großen Konzernen – und nicht nur im Co-Working Space – gehören.

Z.B. in der Verlagsgruppe Random House in MĂŒnchen, dem grĂ¶ĂŸten Publikumsverlag im deutschen Sprachraum: “Anfangs gab es zwei große Herausforderungen: erstens, die gesamte Verlagsgruppe – und wir reden hier von ĂŒber 800 Menschen – innerhalb kurzer Zeit mit entsprechender Technik ins Homeoffice umzusiedeln. (…) Die weitere Herausforderung war, alle Kolleginnen und Kollegen an die neuen AblĂ€ufe zu gewöhnen – einerseits in der Herstellung, aber auch in den Lektoraten, mit denen wir ja stĂ€ndig im engen Austausch sind.” Oder bei Amazon Publishing, dem internationalen Verlagsarm des Online HĂ€ndlers.

Die Virus-Krise beschleunigt diese VerĂ€nderungen erheblich. FĂŒr die kleinen und mittelgroßen, mehr oder weniger freischwebenden Anbieter und Dienstleister bedeutet dies aber einen enormen Zuwachs an Konkurrenz um jede Minute Aufmerksamkeit und jeden Euro beim Zielpublikum.

FĂŒr den ab 1. Juli bestellten neuen Direktor der Wiener Staatsoper, Bogdan Roơčić, ist eine rein ins Digital-Virtuelle transferierte Kultur ein “Alptraum”. Genau deshalb aber formuliert er im Antrittsinterview im ‘Falter’ sehr prĂ€zise, ‘hybride’ Überlegungen fĂŒr die digitale Strategie der großen Oper:  

“Frage Falter: Sollte man das Streamen von Konzerten, Opern- oder TheaterauffĂŒhrungen gleich sein lassen?

Roơčić: Wenn Streaming nur die Funktion hat, etwas abzubilden, was auf einer BĂŒhne passiert, dann greift das zu kurz. Allerdings gibt es in Österreich Millionen Menschen, die mit ihren Steuergeldern die Staatsoper ermöglichen, sie aber nicht besuchen können. Dass ihnen das Programm ĂŒber Streaming angeboten wird, ist als Teil der umfassenderen digitalen Dramaturgie eines Hauses auch wichtig. 

Frage Falter: Kostenlos?

Roơčić: Ja. Bis zum Beginn der Corona-Krise war der Streamingdienst kostenpflichtig. Ab September wird er in Österreich, so wie auch jetzt, auf Dauer gratis sein. Im Ausland werden wir die Streams allerdings kommerziell vertreiben.” (Falter 18/20, 28.4.2020) 

Konzerne jeden Zuschnitts haben mehr finanzielle Kraft, um diese Vielfalt an Angeboten, Formaten, KanĂ€len und einzelnen Publikumsgruppen zu bespielen. Die zahllosen kleinen bis mittelgroßen Initiativen, die lokalen Verlage und Aufnahmestudios, Kleinkunst-Veranstalter oder Off-BĂŒhnen, plus all die angeschlossenen Dienstleister, von Grafik, BĂŒhnentechnik, Ticketing oder PR Agentur haben kaum die KapazitĂ€ten um zu experimentieren, und aus jeder Aktion Kundendaten zu generieren und diese zur Optimierung zu nutzen. Der Umgang mit digitalen Daten ist teuer.

Diese meist von der Hand in den Mund wirtschaftenden kleineren Unternehmungen aber machen die Vielfalt, NÀhe und auch bunte IdentitÀten stiftende Branche der Kulturschaffenden in ihrem Innersten aus.

Wenn in einigen Monaten, nach dem Sommer, die letzten MonatsĂŒberweisungen aus den aktuellen HĂ€rtefonds ĂŒberwiesen sein werden, und die sich dann vertiefende wirtschaftliche Krise viele ins Straucheln bringt, dann wird sich auch die Kulturpolitik sehr rasch mit ganz anderen Fragestellungen konfrontieren – und hoffentlich neu erfinden.

Kultursubventionen unterhalb der großen HĂ€user, egal in welcher Sparte, haben bislang zumeist vor allem die unmittelbaren Produktionskosten unterstĂŒtzt. Die Kreativen, die KĂŒnstlerinnen und Autorinnen, die Veranstalter und Vereine sind fĂŒr den jeweils nĂ€chsten Auftritt gerannt. Ihre Strukturen und Fundamente haben sie nebenher, so gut es eben ging, im Do-it-yourself improvisiert.

Wollen wir die in viele kleine Nischen und Segmente aufgesplitterte kĂŒnstlerische Vielfalt, mit lokalen Produktionen und NĂ€he zu ihren jeweiligen Communities bewahren, dann werden die öffentlichen Fördereinrichtungen sich erneuern mĂŒssen, quer durch alle Sparten.

In knappen Stichworten: Statt nur Produktionsförderung mehr gezielt fĂŒr Marketing und Community AktivitĂ€ten von Produktionsvereinen und Veranstaltern; fĂŒr „hybride“ VermittlungsansĂ€tze zwischen ‚live‘ und ‚digital‘; Anreize fĂŒr kooperative Marketing- und Vertriebsinitiativen; Fortbildungsangebote und Services in diese Richtungen; regelmĂ€ĂŸige ÜberprĂŒfung, ob Maßnahmen auch funktionieren; mehrjĂ€hrige VertrĂ€ge mit geförderten kleinen und mittelgroßen Einrichtungen, um Nachhaltigkeit zu entwickeln.

Das erfordert einen großen Dialog. Jetzt, in der Zeit ohne Proben und Vorstellungen, ist dafĂŒr die beste Zeit.

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In den Debatten um die Verleihung des Nobel Preises an Peter Handke haben insbesondere dessen JĂŒnger vom Beginn der Polemiken an ein Ausrufezeichen gesetzt: Man mĂŒsse Handke nur lesen!

„Hören Sie mich an.“ Dieser Satz aus Peter Handkes Buch „Langsame Heimkehr“ von 1979 war wenigstens fĂŒr mich der titelgebende SchlĂŒssel, als ich 1984 einen ausfĂŒhrlichen Aufsatz ĂŒber Peter Handke fĂŒr einem Sammelband schrieb, der dann 1985 auch erschienen ist.

Die in „Langsame Heimkehr“ ausfĂŒhrlich und emphatisch geschilderte Reise einer Findung markierte nĂ€mlich, wenigstens literarisch, den Wandel von Peter Handkes Kritik und Abarbeitung an der ‚Sprache‘ (zB „Hornissen“, „Kaspar“) hin zur Suche und dem Aufbau einer neuen IdentitĂ€t. Diese Verwandlung ging bemerkenswert bruchlos vonstatten, weil der Abbruch der alten Ordnung in der Sprachkritik gut aufgenommen werden konnte im neuen Ziel des ‚Findens‘, das seither Handkes Werk ausrichtet.

Im Aufsatz von 1985 schrieb ich dazu:

„So beginnt Sorgers Heimkehr mit dem Satz: ‚Sorger hatte schon einige ihm nah gekommene Menschen ĂŒberlebt und empfand keine Sehnsucht mehr (etwa nach Zukunft; Anm. R. W.), doch oft eine selbstlose Daseinslust (die Lust auf die gleichbleibende, unverĂ€nderliche Gegenwart; Anm. R. W.).‘ Konsequent und unaufhaltsam errichtet sich Sorger eine magische Welt, in deren Mittelpunkt er selbst steht, und die allein auf ihn ausgerichtet ist: ‚Er ahnt die Möglichkeit eines ganz erschienenen Darstellungsschemas der ZeitverlĂ€ufe in den Landschaftsformen und sah sich, verschmitzt und schmunzelnd wie seit jeher die Umdenker (das war ihm auf all ihren Photographien aufgefallen), der Welt seinen eigenen Schwindel unterschieben.‘

Der Kreis löst nun die Gerade ab. ‚Alldurchsichtigkeit‘ ersetzt die KausalitĂ€t.25 Aus der Wirklichkeit springt die ‚Welt‘. Wer jedoch jene ‚Welt‘ erkannt hat und dann auch noch zurĂŒckkehrt in das ‚phantasielose, blutsaugerische Elend‘, der hat – fĂŒr sich – wohl auch das Problem der Sprache gelöst. Sein Sagen ist appellativ, sein Vokabular das der Beschwörung: ‚Hören Sie mich an.” Und: “Ich sehe mich in der Mitte der Menge gehen und glaube, gerecht zu sein.‘“

Es ist nur folgerichtig, argumentierte ich damals, Hugo von Hofmannsthals Rede „Das Schrifttum als geistiger Raum der Nation“ von 1927 zitierend, dass diese Findung bei Handke angesichts der „angestrebten Umwertung der Wirklichkeit“ wie schon bei Hofmannsthal, ein „eminent politischer Vorgang“ sei, der auf die „Nation“ ziele: „Die Aufgabe des prophetischen Dichters ist es, diese andere Wirklichkeit herzustellen.“ (Meine Schlussfolgerung von 1984/85)

TatsĂ€chlich hat Handke dies in seinen Werken in den unmittelbar folgenden Jahren in dem „dramatische(n) Gedicht“ „Über die Dörfer“ (1981) und in dem fĂŒr mich immer noch unverstĂ€ndlich schlechten, weil so hölzern thesenhaften Roman „Der Chinese des Schmerzes“ (1983) genau so ausgefĂŒhrt.

Im Roman erschlĂ€gt der betuliche ErzĂ€hler einen Hakenkreuzschmierer in der Nacht im Wald, wie in einem Amoklauf, nach einem wilden Crescendo dĂŒster dramatischer Szenen inmitten banalstem gegenwĂ€rtigem Salzburger Gegenwartsalltag, jedoch unter Berufung auf ein höheres „Gesetz“ und andere hoch tönende Begriffe, welche dann gegen Schluss in SĂ€tze mĂŒnden wie:

„Danach das gemeinsame Ansehen der Fernsehnachrichten, und am Ende der Ausruf: ‚Aber irgendeine Unsterblichkeit muß doch immer noch möglich sein!‘“ (S. 240)

NatĂŒrlich, argumentierte ich bereits 1984/85, sei dies reinster mythologisch verbrĂ€mter Kitsch, der jedoch auf Höheres ziele.

Von heute aus aber, nach den Jugoslawienkriegen und nach Handkes spÀteren politischen Einlassungen dazu, lassen sich einige prekÀre Verbindungslinien ins Folgende zeichnen.

Damals, um die Mitte der 1980er Jahre, als von außen betrachtet Jugoslawien noch weitgehend stabil aussah und weder die Zeitenwende von 1989 noch die balkanischen Zerfallskriege von 1992 bis 1995 absehbar waren, erschien mein textkritischer Verweis auf Hofmannsthal, die „Nation“ und den „prophetischen Dichter“ als eine gewiss etwas gewagte Konstruktion. Aber ich war aufgeschreckt von den mir unschön vertrauten poetischen Figuren!

Ich wusste damals schon gar nicht, dass gerade eben, in diesen Jahren, in einer „Akademie der Wissenschaften“ in Belgrad, damals noch unangefochtene Hauptstadt in Jugoslawien, in gewiss hitzigen Debatten ein „Memorandum zur Lage der serbischen Nation“ geschrieben wurde, das nur wenige Jahre spĂ€ter die ideologische Blaupause fĂŒr Krieg, „ethnische SĂ€uberungen“  und Genozid in einem Land mĂŒnden sollte, das nur wenige Kilometer sĂŒdlich meiner Heimatstadt Graz lag, und in dem ich als Kind und Jugendlicher meine ersten großen Reisen in die „Fremde“ erlebt hatte.

Die Konstellation erscheint auch jetzt noch, da ich dies einmal mehr memoriere und aufschreibe, umso absurder, als die LektĂŒre von Peter Handke fĂŒr mich selbstverstĂ€ndliche Wegmarken meiner literarischen Sozialisierung definierte:

  • 1972: Handke: Wunschloses UnglĂŒck;
  • 1974: Mein Abitur („Matura“ in Österreich), Wahlfach deutsche Literatur;
  • 1975: Handke: Die Stunde der wahren Empfindung.

Und so fort.

Ich war freilich nie Handke „Fan“. Vielmehr stand Handke fĂŒr jene andere, durchaus nahe, jedoch entgegengesetzte Strategie, auf die Welt zuzugehen und diese zu sortieren. Aber Handke war eine klare Wegmarke und Referenz, gut tauglich zur eigenen Orientierung.

Im Februar 1992, zwei Wochen vor Ausbruch des Bosnien Krieges, war ich fĂŒr eine ausfĂŒhrliche Radio-Reportage in Sarajewo, und interviewte unter vielen anderen sowohl StaatsprĂ€sident Alija Izetbegovic wie auch den damaligen FĂŒhrer der Serben-Fraktion im bosnischen Parlament, Radovan Karadzic, im klaren Bewusstsein, dass der Kriegsausbruch unmittelbar bevorstand. Die Aufarbeitung durch den Internationalen Gerichtshof in den Haag hat hier die fĂŒr mich gĂŒltigen Urteile und EinschĂ€tzungen vorgenommen. Ich war auch seither immer wieder in Sarajewo und vielen anderen Orten Ex-Jugoslawiens.

Peter Handkes Slowenienbuch „Die Wiederholung“ (1986) hatte ich mit Begeisterung und Erleichterung (nach dem „Chinesen“) gelesen, ebenso wie seine wunderbare Übersetzung aus dem Slowenischen (mit Helga Mracnikar, 1981) des „Zögling Tjaz“ von Florian Lipus, den ich 1983 interviewt hatte.

In den Jahren dazwischen, bis zur „winterliche(n) Reise zu den FlĂŒssen Donau, Save, Morawa und Drina oder Gerechtigkeit fĂŒr Serbien“ (1996), erschienen nur ein Jahr nach dem Abkommen von Dayton 1995, das den Jugoslawien-Zerfalls- oder Sezessions-Krieg mit einem förmlichen Friedensvertrag beendete, muss Peter Handke als Person und Autor einen komplexen, vermutlich hoch widersprĂŒchlichen Prozess durchlebt haben, ĂŒber den ich an dieser Stelle allerdings nicht spekulieren will.

FĂŒr diesen Beitrag hier war mein Ziel eine Herleitung.

Original:
PeterHandke. Die Arbeit am GlĂŒck. Hg. v. Gerhard Melzer und Jale TĂŒkel, AthenĂ€um, 1985.

Mein Beitrag von 1985: “Hören Sie mich an” > Download:

Peter_Handke_Die Arbeit_am GlĂŒck_athenĂ€um_1985_Wischenbart_Ueber_die_Beschwoerung_der_Ordnung_p45ff_opt

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English here.

FĂŒr die Atlantik Überquerung wĂ€hlte der deutsche Skipper Boris Herrmann eine sĂŒdliche Route nach Amerika, damit ihnen nicht die ganze Zeit der Wind ins Gesicht blĂ€st. Es reicht wohl vorlĂ€ufig, wenn von Achtern gnadenlos der mediale und soziale Shitstorm hinterher donnert. Es ist allerdings noch nicht ausgemacht, ob es den Seglern vielleicht doch gelingen mag, am Ende eine Art virtuellen Spinnaker zu setzen, um darĂŒber noch mehr Fahrt in Richtung New York aufzunehmen. Aber zu solchen Finessen der Segelkunst kommen wir erst spĂ€ter.

  1. Protest und Pappkartons

Der eine Beweggrund, weshalb die Klima-Aktivistin Greta Thunberg so sehr ein Ärgernis ist, und Empörung auslöst, von weit rechts bis weit links, wie auch in der Mitte, ist einigermaßen banal darstellbar.

Wenn Kids mit Pappkarton Schildern eine soziale Bewegung von internationalen Dimensionen auslösen, dann orten die Lordsiegelbewahrer der bestehenden Ordnungsstrukturen akuten Kontrollverlust. Zu Recht. Wenn diese Kids dann auch noch ein ewiges DurchhĂ€nger-Thema wie die „Klimakrise“ („Wir brauchen jetzt noch eine Konferenz!“) völlig respektfrei ‚re-framen‘, also vereinnahmen und zu einem Weltthema machen, dann fĂŒhlen sich die wohl etablierten Zwischenrufer der letzten 30 Jahre, von links bis rechts, plötzlich ihres symbolischen Kapitals beraubt. Wiederum zu Recht. („Der Kaiser ist nackt. Er hat keine Kleider an.“)

Aber dies erklÀrt nur die halbe Empörung all jener, die neuerdings immer den vollen Namen buchstabieren, also Greta Thunberg sagen, und nicht einfach Greta, um dann noch irgendwelche psychiatrische Diagnosen hinterher zu schleudern.

Die Überfahrt Gretas nach Amerika hat aber noch eine viel hĂ€rtere Symbol-Komponente, und jetzt erst kommt das Boot ins Spiel.

Die „Malizia“, von ihren Eignern ĂŒbersetzt als „the Cunning One“, gebaut 2015, ist nicht irgendein von Windkraft angetriebener Kahn. Dieses Boot ist eine High-Tech Ikone. Von den Verbundmaterialien des Rumpfs, damit dieser den Ozeanen und Strömungen standhĂ€lt, egal wann und bei welcher Witterung, ĂŒber die Solaranlage fĂŒr die autonome Energieversorgung bis zur Elektronik, die von Navigation bis – das unterstelle ich mal – zu jedem Setzen eines Segels jedes Detail perfekt abstimmt.

Das Boot ist bescheidene 18,28 Meter lang, doch ragt der Mast mit 29 Metern um mehr als die HĂ€lfte höher gegen den Himmel. Bei durchschnittlichem Wind werden zwischen 240 und 330 Quadratmeter Segel gesetzt. Bei Wind von Achtern (von hinten) zwischen 460 und 620 Quadratmetern. Um das deutlich zu machen frage ich Sie, liebe Leserin, lieber Leser rundheraus: Wie groß ist Ihre Wohnung?

Diese Kombination von technischen Merkmalen erlaubt es der Yacht Malizia, selbst den sie antreibenden Wind zu ĂŒberholen. Weht dieser mit 22 Knoten, flitzt das Book mit 25 Sachen vorne weg.

FĂŒr die Symbolik von Gretas Reise haben diese bislang wenig beachteten Elemente nĂ€mlich ungeheure provokative Sprengkraft.

  1. Modernisierung, nicht Retro!

Die Wende in der Klimakrise wird nĂ€mlich keine Retro-Aktion sein (Motto „Wir mĂŒssen verzichten!“), wenn sie denn gelingen soll. Vielmehr braucht es mit aller Dringlichkeit eine Modernisierung der Gesellschaften, welche jene aus dem Zeitalter der Eisenbahnen im 19. Jahrhundert und die jĂŒngste, noch gar nicht verdaute der Digitalisierung seit dem spĂ€ten 20. Jahrhundert verblassen lĂ€sst.

Das Motto fĂŒr die Konfrontation mit der Klimakrise lautet vielmehr: Wir mĂŒssen sehr vieles anders machen! Nicht ĂŒberall gleich, weil das nicht funktioniert. Nicht ĂŒberall gleichzeitig, weil unterschiedliche Regionen ganz andere Herausforderungen haben. Schon gar nicht sollten wir uns diese Modernisierung als einen blinkenden Ingenieurstraum vorstellen, in dem Bill Gates, Mark Zuckerberg und ein paar Super-Politiker uns raushauen wie in einem Marvel Comics. Aber Technologie wird eine zentrale Rolle spielen. So wie beim Bau bahnbrechender Segelschiffe seit Jahrtausenden.

Und es ist auch stimmig, dass die schulstreikenden, von Greta inspirierten Kids eine soziale (und keine technische oder intellektuell getriebene) Bewegung gestartet haben. Denn im Sozialen liegt die Kraft, um derlei in Bewegung zu bringen und zu gestalten.

Wenn es nun ans konkrete Detail geht, dann betrachte ich weniger die große globale Ökonomiem, oder die Technik, sondern den schmalen, mir besser vertrauten Zwickel von Buch und Verlagen. Das erlaubt mehr SchĂ€rfe in den Betrachtungen.

Auch wenn es hier um die große Zukunftsfrage nach Nachhaltigkeit geht, gab es in den vergangenen Monaten eher weniger hilfreiche BeitrĂ€ge aus dem Buch-Bereich. Gestritten wurde etwa, ob neue BĂŒcher auch kĂŒnftig in Plastikfolie eingeschweißt werden sollten. „Das Ringen der Branche mit der Einschweißfolie“, lautete die dramatische Überschrift im Branchenmagazin „buchreport“. ( Und im Börsenblatt des Deutschen Buchhandels stritten der Kritiker Rainer Moritz und der BuchhĂ€ndler Thomas Mahr, ob es zu viele NaturbĂŒcher gibt, oder ohnedies alles knorcke sei.

Bei allem Respekt fĂŒr die Wohl-Meinenden in Sachen Literatur: So wird das wohl eher nix mit einer angemessenen Antwort der Buchbranche auf Greta und die Kids mit ihren Papp-Schildern vor den Schulen, und mit Blick auf die Zukunft der von der Klimakrise bedrohten Welt.

FĂŒndig werde ich indessen bei Kelvin Smith, dem ehemaligen Direktor des Centre for Publishing an der englischen Oxford Brookes University. In einem dicht mit Querverweisen gespickten Blog Beitrag stellte er – das ist so seine Art – recht systematisch entscheidende Schritte entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Buch-Betriebs auf den PrĂŒfstand, in seinem Abschnitt „Some questions“.

Muss Publishing immer höhere Raten an Neuerscheinungen hervorbringen? Geht es tatsĂ€chlich primĂ€r um ‚mass consumption‘? Oder wĂ€re vielleicht ein ausgewogenes VerhĂ€ltnis zwischen Neuerscheinungen (und ‚Markt‘) sowie andererseits Bestandstiteln (‚Bibliotheken‘) vorstellbar? Gibt es andere GeschĂ€ftsmodelle? Wie steht es um Lese-Kompetenz in der gegenwĂ€rtigen Gesellschaft, mit Blick auf Immigration? Was können Verlage und Bibliotheken hier leisten? Ist das bestehende protektive Urheberrecht wirklich das einzig akzeptable Modell, oder könnte es auch einen sinnvollen Mix mit ‚Commons‘ Modellen geben? Genau, es geht um konkrete Dinge, hier und jetzt, in der NĂ€he, aber dann ebenso im grundsĂ€tzlichen Gesellschaftsentwurf, als PrĂŒfstand fĂŒr Politiker und Parteien, die gewĂ€hlt werden wollen. Klein-klein und groß-groß liegen eng beieinander – und werden darĂŒber auch ĂŒberprĂŒfbar!

Ich habe im deutschen Sprachraum noch keine Ă€hnlichen Überlegungen gefunden! (Kelvin Smith‘ Blog ist auf https://pointofpublishing.com/ )

  1. Greta. Sailing.

Wenn Greta im Segelboot zur UN Konferenz nach New York fĂ€hrt, ist das keine Retro Geste, ganz im Gegenteil. Es gibt weit entwickelte Konzepte, große Container Schiffer mit zugeschalteter Windkraft ĂŒber die Weltmeere zu bringen.

Wiederum in meinem kleinen eigenen professionellen Bereich verstehe ich nicht, warum Leute Tage und Kosten vergeuden, mit Bahn und Flugzeug durch die Lande zu kurven, wenn eine ordentlich eingerichtete Video-Conferencing Anlage bei zahllosen Routine-Meetings dieselbe KommunikationsqualitÀt leisten kann, ohne die Kosten, jedoch vorausgesetzt, dass jemand anfangs alles einrichtet, auf die Mikrofone verweist, die Kamera und die Bildschirme umsichtig ausrichtet, und die Session so moderiert, dass alle an Bord sind. Zauberwerk! Und schon sind Tonnen von CO2 gespart, vorausgesetzt dass alle vor den diversen Bildschirmen auch ordentlich Wasser, Kaffee oder Tee bekommen!

Greta hat indessen noch den halben Atlantik vor sich auf ihrem eher engen Boot. Aber bis zum Einlaufen in New York könnte noch ordentlich Drive ihr Vorsegel aufblÀhen. Denn das Ereignis ihrer Ankunft in Amerika könnte monumentale Wirkungsmacht entfalten.

Die gesellschaftlich gespaltenen USA sind gerade wieder hoch sensibel, wenn es um symbolisch aufgeladene Bedeutungserzeugnisse geht. Ein Jahrzehnt von Super-Helden Verfilmungen haben das Publikum ebenso geprĂ€gt wie die Suche nach Orientierung mit Blick auf eine Zerreißprobe bei den PrĂ€sidentschaftswahlen im kommenden Jahr, im November 2020.

Zeitgerecht zum gerade anlaufenden Vorwahlkampf wird Greta in New York einsegeln. Der neue Star des liberalen politischen Amerika, Alexandria Ocasio-Cortez, hat Greta unlĂ€ngst zu einem MediengesprĂ€ch getroffen, und ihr versprochen: „If you land in New York, we will give you a Queens’ welcome!“

Ein fulminantes „Welcome“ kann New York City allemal in Szene setzen, mit Feuerwerk ĂŒber der Freiheitsstatue und großem Corso!

Ein erfolgreicher Kampf zur Überwindung der Klimakrise wird ein moderner sein – oder eine klĂ€gliche Katastrophe. Gretas Reise nach New York steckt da ein erstes WegstĂŒck der Strecke ab.

@GretaThunberg #Greta #Modernisierung #Klimakrise

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